Zehntscheune (Freilichtmuseum Kommern)

Erzbistum Köln 1638 Kartenausschnitt

Die letzte Zehntscheune des 1802 aufgehobenen Stifts Dietkirchen in Bonn steht heute als Ausstellungsobjekt im LVR-Freilichtmuseum Kommern. Der ehemalige Lagerraum für den „Zehnten“ entstand in der ausgehenden Kurkölnischen Zeit des Rheinlandes im Jahr 1734, als das Ende seiner Zweckbestimmung, die durch die Säkularisation erfolgte, noch nicht absehbar war.Zum Zeitpunkt ihres Abbruchs im Jahr 1973, als die auf dem Gelände des Sechtemer Ophofs leerstehende Scheune abgetragen wurde, war sie – wie auch auf Fotografien dieser Zeit ersichtlich ist – ein von Sturmschäden gezeichnetes, dem Verfall preisgegebenes Bauwerk. Vor dem Abbruch und Abtransport auf das Museumsgelände Kommern war das alte Wirtschaftsgebäude von Fachleuten vermessen, in vielen Einzelheiten gezeichnet und fotografisch dokumentiert worden. Sodann wurde es nach sorgfältiger Sanierung des Gebälks im LVR-Freilichtmuseum Kommern vorerst gelagert und dann nach nahezu 10/11 Jahren wieder aufgebaut.

Blick auf die wiedererrichtete Zehntscheune am Rand der "Eifelgruppe" der Freilichtausstellung