Wildplakatierung

Als Wildplakatierung bzw. Wildanschlag[1] wird das Anbringen von Plakaten auf dafür nicht vorgesehenen Flächen wie beispielsweise an Stromkästen oder Straßenlaternen[2] bezeichnet. Ohne gesetzliche Grundlage, die die Wildplakatierung im jeweiligen Rahmen erlaubt, bzw. die Erlaubnis des Eigentümers der Fläche ist Wildplakatierung widerrechtlich und kann als Sachbeschädigung geahndet werden. Im modernen Verständnis gilt Wildplakatierung als Form des Guerilla-Marketings,[1] da sie trotz weitflächiger Aufmerksamkeit – selbst unter Einbeziehung von Bußen[3] – nur wenig kostet.[4]

Historisch

Mangels Möglichkeiten zur geregelten Plakatierung vor der Erfindung der Litfaßsäule Mitte des 19. Jahrhunderts, war ursprünglich jede Plakatierung ungesetzlich und damit wild. Plakatierung wiederum ist historisch seit spätestens dem 16. Jahrhundert nachgewiesen, wo bereits Schützenfeste und Gaukler derart auf sich aufmerksam machten.[5]