Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie

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Die Walter-von-Baeyer-Gesellschaft für Ethik in der Psychiatrie (GEP) ist ein deutscher Verein. Er widmet sich der Aufarbeitung von historischen und zeitgenössischen Fällen, in denen durch staatliche Körperschaften eine unnötige psychiatrische Behandlung bzw. eine fälschliche psychiatrische Diagnose als Mittel der politischen Unterdrückung genutzt wurde.

Der Verein wurde 1977 von Walter von Baeyer und Friedrich Weinberger als "Deutsche Vereinigung gegen politischen Mißbrauch der Psychiatrie“ (DVpMP) gegründet, Gründungsimpuls waren Fallberichte aus der Sowjetunion, nach denen Oppositionelle gezielt nicht-indizierten psychiatrischen Zwangsbehandlungen unterzogen wurden.[1][2] Seit 1999 trägt sie den heutigen Namen. Heute diskutiert die GEP aktuelle Fälle in Symposien und Rundbriefen (bis 2012) sowie durch öffentliche Positionierung in der konservativen bis rechtskonservativen Presse.[3][4]

Im Herbst 2003 knüpfte sich die "Internationale Gemeinschaft der Freud-Kritiker" an den Verein.[5] 2015 trat die "Interessengemeinschaft Justizgeschädigte" der GEP bei.[6]

Vereinsvorsitzender ist Friedrich Weinberger, sein Stellvertreter Klemens Dieckhöfer, weiteres Vorstandsmitglied ist Dietmar Eckstein. [7] Schriftführer ist Dietrich Koch.Weinberger erhielt für sein Engagement 2006 das Bundesverdienstkreuz. Mitglied ist ferner Reinhard Gnauck, der frühere Vorsitzende der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM). Der Verein hat etwa 40 Mitglieder.

Politische Positionen und Kritik

Seit Jahrzehnten kritisiert die GEP das Gender-Mainstreaming sowie liberale Positionen zu Homosexualität, Sexualerziehung als politische Maßnahme im zeitgenössischen System in Deutschland.[8] Auch bestimmte psychiatrische Diagnosen werden in ihrer Zulässigkeit hinterfragt.[9]

2012 beklagte die GEP zusammen mit anderen Opferverbänden die Nominierung von Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten.[10][11]

Mediale Aufmerksamkeit erlangte die GEP im Zuge der Mollath-Affäre im Jahr 2012. Vereinschef Friedrich Weinberger hatte in diesem Fall ein Gegengutachten zugunsten Gustl Mollaths erstellt.[12] Zudem hatte die GEP zu Spenden aufgerufen, die Mollath zugutekommen sollten. Etwa 20.000 € wurden gesammelt, aber später nicht an Mollath ausgezahlt, da dieser sich weigerte, einen vom Verein geforderten Beratervertrag zu unterzeichnen. Die Spende ging daher an den Münchner Verein zbb.[13]

2015 kritisierte die GEP die Forderung der französischen Justiz, ein psychiatrisches Gutachten über Marine Le Pen anzufertigen, nachdem diese kontroversen Äußerungen zu islamistischen Terroranschlägen getätigt hatte.[14] In diesem Zusammenhang warnte die GEP auch davor, ähnliche Forderungen an die AfD zu richten.[15]

Auch in anderen Zusammenhängen bekundet die GEP Sympathien mit der AfD.[16]