Testamentskartei

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Testamentskartei ist in Deutschland eine beim Standesamt des Geburtsortes einer dort im Geburtenregister eingetragenen Person geführte Kartei. Die Aufgabe der Kartei ist die Sicherung der gesetzlichen oder durch Testament festgelegten (gewillkürten) Erbfolge.

Bisheriger Stand

Die Standesämter erhielten zu diesem Zweck von den Notaren, Amtsgerichten oder Jugendämtern A5-quer-Karteikarten mit den wesentlichen Daten (Name, Geburtsdatum, Aktenzeichen, Urkundsrollennummer, Absender, etc.) zur genannten Person. Der Standesbeamte vergab der Karteikarte eine fortlaufende Nummer und stellte sie in der Testamentskartei ab. Die Nummer wurde im Geburtseintrag des Geburtenregisters vermerkt. Für im (heutigen) Ausland geborene Deutsche befand sich die Hauptkartei für Testamente beim Amtsgericht Schöneberg in Berlin.

Verstirbt ein Mensch, wird nach der Eintragung im Sterberegister durch den Standesbeamten am Sterbeort das Standesamt des Geburtsortes informiert. Dieses trägt den Tod der beurkundeten Person im Geburtenregister ein. Stellt er dabei fest, dass der Geburtseintrag mit einer Testamentskarteinummer (TK) versehen ist, entnimmt er die entsprechende(n) Karteikarte(n) und informiert die dort genannten Absender über den Tod der Person. Die Absendung der Information wird mit Datum und Ziel auf der Karteikarte vermerkt. Die Karte verbleibt im Standesamt.