Tatgeneigtheit

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Der Begriff der Tatgeneigtheit findet im Strafrecht Verwendung und bezeichnet die Bereitschaft einer Person, eine bestimmte Straftat zu begehen, mit anderen Worten das Ausmaß, in dem der Täter vor der Tat zu deren Begehung geneigt war.

Bedeutung hat die Tatgeneigtheit zur Ermittlung der Schuld des Anstifters, die umso größer wiegt, je geringer die Tatgeneigtheit des Täters war. War der Täter nicht nur zur Tat geneigt, sondern unabhängig vom Handeln des Anstifters zur Tat entschlossen (omnimodo facturus), kommt eine Bestrafung nach § 26 StGB wegen Anstiftung nicht in Betracht.

Die Anstiftung eines nicht tatgeneigten Täters durch einen den staatlichen Ermittlungsbehörden zuzurechnenden Lockspitzel verstößt gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. In der deutschen Rechtsprechung bestehen jedoch unterschiedliche Auffassungen darüber, welche Konsequenzen aus einer solchen rechtsstaatswidrigen Tatprovokation zu ziehen sind.