Systemboden

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Ein Systemboden ist eine modular hergestellte Bodenkonstruktion. Eine Unterkonstruktion aus Stützen bildet das Auflager für eine Tragschicht. Diese Tragschicht bildet raumseitig einen planebenen Raumabschluss zur Aufnahme von Bodenbelägen und den einwirkenden Lasten. Unter der Tragschicht kann der Hohlraum flexibel genutzt werden für Installationen zur Daten- und Stromversorgung und für Ver- und Entsorgungsleitungen aller Art.

Grundsätzlich werden bei den Systemböden zwei Konstruktionsweisen unterschieden. Eine Konstruktionsweise wird als Doppelboden bezeichnet. Hierbei gewähren einzelne, aus industrieller Herstellung verlegte Platten jederzeit, sowie an jeder Stelle, den freien Zugang zum Bodenhohlraum. Als Hohlboden wird die zweite Konstruktionsweise bezeichnet. Sie ist gekennzeichnet durch eine durchlaufende, geschlossene Tragschicht, die nur über Revisionsöffnungen den Zugang zum Bodenhohlraum ermöglicht.Die Entwicklung von Systemböden in Form von Doppelböden nahm in den 1960er Jahren mit der Entstehung von großen EDV-Räumen ihren Anfang. Mit der dazu notwendigen Installation der vielzähligen Kabel im Bodenhohlraum konnte eine sichere wie auch praktische Leitungsführung in den Räumen gewährleistet werden. In den darauffolgenden Jahrzehnten verlangte die Zunahme der Neubauten für Verwaltungs- und Bürogebäude mit EDV-Ausstattung nach weiterentwickelten und wirtschaftlicheren Lösungen. Die Lösung wurde im Hohlboden gefunden. Beide Bauarten bieten für die Anforderungen, die heute an funktionale Gebäude gestellt werden, die Grundlage für eine flexible Flächennutzung und zugängliche Gebäudeinstallation.

Als konstruktives Innenausbauelement hat der Systemboden die Lasten aus der Nutzung aufzunehmen und an das Tragwerk weiterzuleiten. Systemböden werden für unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten von Gebäudeflächen eingesetzt. Daraus ergeben sich für die Systemböden, im Zusammenhang mit den Konstruktionsweisen, wie auch durch die Einbindung in den raumbildenden Innenausbau, zusätzliche Anforderungen an den Schall- und Brandschutz sowie an die Elektrostatik und Hygiene.

Entsprechend den Festlegungen der Europäischen Kommission sind Systemböden ein sicherheitsrelevantes Ausbauelement. Der ingenieurtechnische Anspruch an dieses Bauprodukt, die haftungsrechtlichen und bauaufsichtlichen Belange für Systemböden in den Prozessen der Planung, Ausschreibung und Ausführung sind wesentliche Gründe, dass sich die Unternehmen dieser Branche im Bundesverband Systemboden zusammengeschlossen haben.

Baurecht

Die Zulässigkeit von Systemböden in Deutschland nach dem Bauordnungsrecht richtet sich nach den Systemböden-Richtlinien, die in jedem Bundesland eingeführt worden sind.