Sterbehilfe

Das Wort Sterbehilfe bezeichnet Begriffe mit der Bedeutung von Hilfe im oder zum Sterben.

Je nach Zusammenhang kann damit Hilfe gemeint sein, die man als Sterbebegleitung bezeichnen kann.Das Beenden einer lebenserhaltenden Therapie, wenn keine Aussicht auf Heilung einer tödlichen Krankheit mehr besteht, kann ebenso darunter verstanden werden wie der assistierte Suizid oder eine Tötung auf Verlangen.Als Sterbehilfe werden vielfach nicht nur Handlungen bezeichnet, die an unheilbar Kranken im Endstadium wie beispielsweise Krebspatienten vorgenommen werden, sondern auch solche an Schwerbehinderten, Menschen im Wachkoma, Patienten mit Alzheimer-Krankheit oder Locked-in-Syndrom, bei denen der Tod möglicherweise noch lange nicht eintritt und bei denen das Einverständnis des Betroffenen nicht eingeholt werden kann. Sterbehilfe ist schließlich auch bei einem völlig gesunden Menschen denkbar, der durch eine enttäuschte Liebe oder andere für ihn subjektiv gravierende Lebensumstände suizidal ist.Die ethische und rechtliche Bewertung ist in den aufgezählten Situationen unterschiedlich, weswegen auch andere Bezeichnungen zur Differenzierung benutzt werden.

Die Wörter Sterbehilfe und Euthanasie werden in anderen Ländern oder Sprachen zum Teil gleichbedeutend verwendet. In Deutschland wird die Bezeichnung Euthanasie wegen des euphemistischen Gebrauchs dieses Wortes als Verschleierung für die Morde an Kranken und Behinderten in der Zeit des Nationalsozialismus heute für Menschen weitgehend vermieden, findet sich aber zum Teil noch innerhalb der Veterinärmedizin.[1]

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