Star Chamber

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Als Court of Star Chamber (lat. Camera stellata, dt. Sternkammer) bezeichnet man einen englischen Gerichtshof, der von König Eduard II. eingesetzt wurde (die erste Erwähnung findet sich 1398 als Sterred chambre[1]) und bis 1641 bestand. Namensgebend für das Gericht war ein Raum, in dem sich die Curia Regis traf und dessen Decke wahrscheinlich mit vergoldeten Sternen dekoriert war. Urteile des Court of Star Chamber waren unanfechtbar, die Verhandlungen geheim.

Entstehung

Mitglieder der Star Chamber waren königliche Räte (Mitglieder des Privy Council) und Richter. Der Court of Star Chamber war nicht an das Common Law gebunden, da er seine Befugnisse direkt aus der uneingeschränkten Macht des Königs bezog. Das Gericht erfüllte die Funktion eines Obersten Gerichtshofes, etwa wenn ein prominenter Angeklagter so viel Macht besaß, dass untergeordnete Gerichte keinen Schuldspruch fällen würden. Zusätzlich hörte das Gericht Fälle, die durch das Common Law nicht abgedeckt waren (Equity), also keine Verletzung von Gesetzen im strengen Sinn darstellten. Dies gab der Star Chamber allerdings auch die Möglichkeit in die Hand, willkürlich zu entscheiden, was zum Beispiel von Heinrich VII. als Mittel zur Kontrolle des Hochadels nach den Rosenkriegen eingesetzt wurde.