Sonderformen des Linienverkehrs

Sonderformen des Linienverkehrs im Sinne des § 43 PBefG sind Berufs-, Schul-, Markt- und Theaterbusse.

Diese Fahrten gehören rechtlich zum Linienverkehr und werden auch in den Fahrplänen aufgeführt, sind aber nicht der Allgemeinheit, sondern nur einem eng begrenzten Personenkreis zugänglich. Der Fahrpreis richtet sich im Regelfall nach den üblichen Fahrpreisen für öffentliche Verkehrsmittel.

Berufsbusse werden häufig bei bestimmten Großbetrieben eingesetzt, um Beschäftigte dieser Betriebe zum Arbeitsplatz zu bringen. Zur Mitfahrt ist meist ein Werksausweis als Berechtigungsschein erforderlich. Beispiele sind die Sonderbusse und -züge für Beschäftigte der BASF AG in Ludwigshafen (Busse im VRN-Fahrplanbuch als Linie 476 aufgeführt, Züge im DB-Kursbuch regulär aufgelistet), Sonderbusse für Beschäftigte des Frankfurter Flughafens (Linie GG-67 des RMV) oder Sonderzüge für Beschäftigte des KIT in Karlsruhe (regulär im DB-Kursbuch ausgewiesen).

Schulbusse werden häufig dann als Sonderform des Linienverkehrs genehmigt, wenn die Fahrt wegen betrieblicher Gegebenheiten nicht für Auswärtige geöffnet werden soll (zeitaufwändiges Verkaufen von Fahrkarten entfällt), eine Genehmigung als freigestellter Verkehr aber nicht in Betracht kommt. Busse, die diese Fahrten bedienen, müssen das amtliche Schulbusschild nach § 33 Abs. 4 BOKraft tragen.

Markt- und Theaterbusse sind heute nicht mehr gebräuchlich und existieren kaum noch.

  • weblinks

Weblinks

  • Matthias Krautstrunk, Hartmut Knaack: Fachkunde – Vorbereitung auf die IHK Fachkundeprüfung Fachteil Kraftomnibus (KOM), S. 31, Abschnitt 2.1.5 Sonderformen des Linienverkehrs nach § 43 PBefG. H. Knaack Verlag, 21. Januar 2012. Leseprobe auf www.knaakverlag.de (PDF, 24 KB, zuletzt abgerufen 15. Dezember 2017)