Sitzwache

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Eine Sitzwache ist die Durchführung einer Einzelbetreuung (1:1-Betreuungsschlüssel) einer beaufsichtigungspflichtigen Person in der Regel innerhalb einer medizinischen Einrichtung, beispielsweise Krankenhäuser, Psychiatrien etc. Eine Sitzwache muss ärztlich verordnet werden.

Aufgaben einer Sitzwache

Die Sitzwache als „ständige persönliche Begleitung“ hat den Zweck, den zu betreuenden Patienten vor Verletzungen zu schützen, Notfälle rechtzeitig zu erkennen und ihm in seinen Grundbedürfnissen zu unterstützen, da die beaufsichtigungspflichtige Person möglicherweise aktuell nicht dazu fähig ist. Zudem soll die Sitzwache durch permanente Anwesenheit dem beispielsweise fixierten Patienten die psychische Herausforderung der Lage des Patienten (er ist fixiert) fördern und stabilisieren.

Eine Sitzwache hat durchgehenden Sichtkontakt zum zu betreuenden Patienten zu gewährleisten. Ein Außer-Sichtkontakt-lassen des Patienten ist untersagt. Für Toilettengänge, Pausen, Zigarettenpausen oder sonstige Arbeitsunterbrechungen muss die Sitzwache sich von einer anderen Betreuungskraft ablösen lassen. Sitzwachen müssen Notfälle erkennen und um Hilfe rufen, wenn der zu betreuende Patient sich in Gefahr begibt. Sie müssen sich mit Problemen und Risiken einer Fixierung auskennen, sowie über Grundwissen über verschiedene psychiatrische Erkrankungen verfügen.