Planungsordnung

Die Planungsordnung war eine vom Vorsitzenden der staatlichen Plankommission der DDR und dem Minister der Finanzen herausgegebene grundlegende Rechtsvorschrift bzw. Anordnung über die Ordnung der Planung der Volkswirtschaft der DDR für einen Fünfjahrplanzeitraum. Die Planungsordnung war für die zentralen Staatsorgane, die örtlichen Räte, die Kombinate, wirtschaftsleitenden Organe, Betriebe, Einrichtungen und Genossenschaften verbindlich.

Sie enthielt die Festlegungen für die Planung des Reproduktionsprozesses der Volkswirtschaft und ihrer Zweige und Bereiche sowie die dazu erforderlichen Nomenklaturen und Vordrucke. Zur Planungsordnung gehörten die im Einvernehmen mit der staatlichen Plankommission von der staatlichen Zentralverwaltung für Statistik herausgegebenen Definitionen für Planung, Rechnungsführung und Statistik. Die Planungsordnung wurde durch planmethodische Regelungen ergänzt, insbesondere auch solche, die den spezifischen Bedingungen der Bereiche und Zweige angepasst sind. Auf der Grundlage der Planungsordnung wurde die Kombinatsplanung und die betriebliche Planung durch die Rahmenrichtlinie für die Planung in den Kombinaten und Betrieben der Industrie und des Bauwesens geregelt.

Inhalt der Planungsordnung

Die Planungsordnung enthielt:

  • Die Grundsätze und die Methodik für die Ausarbeitung des Fünfjahrplanes zur Entwicklung der Volkswirtschaft der DDR, der Jahresvolkswirtschaftspläne der Staatshaushaltspläne und der Bilanzen des Kreditsystems sowie der Planentwürfe
  • Die Grundsätze und die Methodik für die Ausarbeitung des Fünf- und Jahrespläne der Kombinate und Betriebe
  • Die Grundsätze und die Methodik für die Ausarbeitung des Fünfjahrplans sowie der Jahrespläne und Haushaltspläne der Bezirke, Kreise, Städte und Gemeinden
  • Die methodischen Festlegungen für die Vorbereitung und Planung von Maßnahmen der Entwicklung der Preise
  • Die Festlegung über die Verantwortung, die Aufgaben und das koordinierte Zusammenwirken der Staatsorgane, wirtschaftsleitenden Organe, Kombinate, Betriebe und Einrichtungen bei der Ausarbeitung der Pläne
  • Festlegungen über die gesamtvolkswirtschaftliche Planung, die territoriale und zweigliche Planung, die Bilanzierung und die Planabstimmung, über den Ablauf der Planausarbeitung sowie über die anzuwendenden Kennziffern, die Nomenklaturen, Vordrucke und die entsprechende Nutzung der Datenverarbeitung.