Pfändungstabelle

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Die Pfändungstabelle legt in Deutschland die Pfändungsgrenzen für das persönliche monatliche Arbeits- oder Sozialeinkommen fest. Diese Beträge darf der Schuldner trotz Pfändung behalten, damit diesem und seinen Angehörigen ein Existenzminimum zum Leben zur Verfügung steht, und wird regelmäßig im Bundesgesetzblatt bekannt gegeben.

Die Pfändungsfreigrenzen sind von der Anzahl der unterhaltsberechtigten Familienangehörigen, d. h., den Familienangehörigen, denen der Schuldner Unterhalt leisten muss, abhängig. Dabei gibt es bis zu einer bestimmten Einkommenshöhe zunächst den Pfändungsfreibetrag. Wenn das Arbeitseinkommen über diesem Pfändungsfreibetrag liegt, wird dieser Teil bis zu einer bestimmten Höhe zwischen Gläubiger und Schuldner geteilt. Das soll den Schuldner motivieren, mehr Einkommen zu erzielen. Alles was der Schuldner über der Einkommensobergrenze (3.475,79, bis Juli 2017 3.292,09 Euro) verdient, wird komplett an den Gläubiger bzw. Insolvenzverwalter abgeführt. Bei einem Pfändungsschutzkonto kommt in der Regel nur der jeweilige unpfändbare Grundbetrag (seit 1. Juli 2017 ist dieser auf 1133,80 Euro monatlich festgesetzt) zur Anwendung.

Die amtlich festgelegte Pfändungstabelle wird regelmäßig in Zeitabständen von zwei Jahren an die gestiegenen Lebenshaltungskosten angepasst. Die letzte Anpassung erfolgte zum 1. Juli 2017[1].