Pauschbetrag

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Ein Pausch(al)betrag ist ein Mindestbetrag, der angerechnet wird, ohne Einzelbeträge z. B. durch Belege nachweisen zu müssen. Pauschbeträge dienen der Verwaltungsvereinfachung, da für die Finanzbehörde aufwendige Belegprüfungen vermieden werden können.

Beispiele für Pauschbeträge:

  1. ein § 9a Nr. 1 Buchst. a EStG) von den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit soweit nicht Versorgungsbezüge;
  2. ein Pauschbetrag von 102 Euro (§ 9a Nr. 1 Buchst. b EStG) von den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit, soweit es sich um Versorgungsbezüge handelt;
  3. ein Pauschbetrag von insgesamt 102 Euro (§ 9a Nr. 3 EStG) von den Einnahmen aus sonstigen Einkünften wie wiederkehrenden Bezügen (z. B. Renten), Einnahmen aus Unterhaltsleistungen (z. B. vom geschiedenen Ehegatten) und Einnahmen aus bestimmten nachgelagert besteuerten Renten.
  4. ein Sparer-Pauschbetrag von 801 Euro, der von den § 20 Abs. 9 EStG).
  5. ein Pauschbetrag von 102 Euro, der von den Einnahmen aus wiederkehrenden Bezügen (z. B. Renten), Einnahmen aus Unterhaltsleistungen (z. B. vom geschiedenen Ehegatten) und Einnahmen aus § 9a Nr. 3 EStG) abgezogen wird.
  6. § 33b Abs. 1 bis 3 EStG)
  7. § 33b Abs. 4 EStG)
  8. § 33b Abs. 6 EStG) für Pflegende von Pflegebedürftigen, wenn sie für ihre Pflegeleistung keine Vergütung erhalten.
  9. § 22 EStG).
  10. § 10c).

Pauschbeträge dienen, wie Freigrenzen, der Vereinfachung des Besteuerungsverfahrens. Pauschbeträge sind der Tatsache geschuldet, dass jede Tätigkeit zur Einnahmeerzielung eine Vielzahl von kleineren Aufwendungen verursacht. Weil diese Kosten häufig eine bestimmte Höhe nicht erreichen, können sie typisierend zum Abzug zugelassen werden. Damit wird auf die Vorlage von Einzelnachweisen aufseiten des Bürgers und auf die Prüfung des Einzelfalles auf Seiten der Behörde verzichtet.

  • siehe auch

Siehe auch

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