Nachfrist

Eine Nachfrist ist eine Frist, die der Gläubiger dem Schuldner im Falle des Nichteinhaltens der vertraglichen Vereinbarungen (oder wie Juristen es formulieren, einer Leistungsstörung in einem gegenseitigen Vertrag) zur Bewirkung der Leistung oder zur Nacherfüllung setzen kann.

Bedeutung in Deutschland

Regelungen zur Nachfrist finden sich u. a. im § 637 BGB.

Der fruchtlose Ablauf der Nachfrist kann (bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen) auf Seiten des Gläubigers zur Entstehung eines Schadenersatzanspruchs statt der Leistung (§ 280 Abs. 1 und 3, § 281 BGB) führen, der an die Stelle der bisherigen Leistungspflicht tritt. Der fruchtlose Ablauf einer Nachfrist ist aber grundsätzlich auch Voraussetzung eines § 323 Abs. 2 BGB zeigen.

Der Beginn der Frist (§ 187 BGB) und das Ende der Frist (§ 188 BGB) richten sich gemäß § 186 BGB nach den allgemeinen Vorschriften.

Die Androhung der Ablehnung der Leistung im Falle des Nichteinhaltens der Frist ist heute, anders als nach früherem Recht, nicht mehr notwendig.