Mobile Leistungserfassung

Unter Mobiler Leistungserfassung versteht man die Arbeitszeiterfassung (Personalzeiterfassung) in Verbindung mit der Registrierung der jeweils erbrachten Leistung, beispielsweise im Serviceeinsatz. Anwendungen sind üblich zur Prozesskostenerfassung im Gesundheitswesen sowie für die Abrechnung und den Leistungsnachweis im Handwerk und in industriellen Dienstleistungen.

Das Verfahren ist relevant für Mitarbeiter, die nach Arbeitszeit vergütet werden, beispielsweise Handwerker oder bei Leistungen, die nach Zeit gegenüber dem Auftraggeber nachgewiesen und abgerechnet werden, beispielsweise für Fahrer, Pfleger und andere Betreuer.

Traditionell wurden mobile Arbeitszeiten handschriftlich erfasst (z. B. auf sog. Stundenzetteln). Wegen des großen Aufwands für die Auswertung der handschriftlichen Aufzeichnungen und die späte Verfügbarkeit der Daten sind diese Verfahren in der Regel unwirtschaftlich und steuerrechtlich leicht anfechtbar. Deshalb kommen zunehmend Lösungen zum Einsatz, die eine elektronische Erfassung der Arbeitszeiten ermöglichen.

Zunehmend wird die mobile Zeiterfassung nicht nur für Arbeitsbeginn und Arbeitsende verwendet, sondern verknüpft mit den Tätigkeitsfeldern in Diensten und in Projekten. So lässt sich mit ausgereiften Systemen jede Tätigkeit erfassen und elektronische Fahrtenbücher erstellen. Ebenso lassen sich nachfolgende Aufgaben ohne Rückkehr in eine Verwaltung und in Echtzeit an die Mitarbeiter verteilen.

Die Anwendung ist typisch außerhalb des Betriebsgeländes des eigenen Unternehmens. Die Anwendung kann auch gemäß den Regeln des Sozialgesetzbuches (SGB X) in Pflegeeinrichtungen sowie gemäß den Regeln der Abgabenordnung (AO) zur revisionsfesten Aufzeichnung erfolgen. So wird die Erstellung von Reisekostenabrechnungen auf Basis der mobil erfassten Daten und die automatisierte Übergabe an das Personalwesen heute angeboten.