Metageschäft

Metageschäft (italienisch: (a) metà = „zur Hälfte“) ist ein gemeinsam durchgeführtes Rechtsgeschäft, bei dem sich zwei oder mehrere Vertragspartner (Metisten) Kapitaleinsatz, Gewinn und Verlust zu gleichen Teilen aufteilen (Meta-Vereinbarung). Die Vertragspartner gründen dazu regelmäßig konkludent, indem sie die Meta-Vereinbarung abschließen, eine Innengesellschaft bürgerlichen Rechts (Innen-GbR). Man unterscheidet offene Metageschäfte, bei welchen der Geschäftspartner (also der Dritte) Kenntnis von der gemeinschaftlichen Geschäftspraxis der Vertragspartner (also der Metisten) hat, und verdeckte Metageschäfte (wohl die Mehrzahl), bei welchen der Geschäftspartner nur mit einem Metisten rechtsgeschäftlich in Kontakt tritt. Regelmäßig sind dem Geschäftspartner der weitere oder die weiteren stillen Metisten nicht bekannt. Typisches Metageschäfte sind die Kreditvergabe (Konsortialgeschäft) und die Wertpapierarbitrage. Bei Letzterem arbeiten die Metisten an verschiedenen Börsenplätzen und teilen die erzielten Arbitragegewinne (bzw. Verluste).

KVG Österreich

Das österreichische Kapitalverkehrsteuergesetz (KVG) regelt Metageschäfte in § 31[1].