Menschenrechtsdiskurs in Asien

Der Menschenrechtsdiskurs in Asien ist eng mit der 1948 verabschiedeten Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen („UN-Menschenrechtscharta“) verknüpft. Der Anspruch der UN-Menschenrechtscharta, universalistisch zu sein, stößt bei einigen asiatischen Staaten auf Widerspruch. Sie kritisieren, dass die UN-Menschenrechtscharta ausschließliche „westliche Werte“ widerspiegele und dabei die regionale und kulturelle Diversität außer Acht lasse. Dementsprechend sei sie eine ideologische Auferlegung der westlichen Welt, greife in ihre inneren Angelegenheiten ein und beeinträchtige die nationale Souveränität der asiatischen Staaten.[1]