Mariama Keïta

Mariama Keïta (* 1946 in Niamey; † 29. Oktober 2018 in Istanbul) war eine nigrische Journalistin.

Leben

Mariama Keïta hatte eine Licence in Englisch und beherrschte fünf weitere Sprachen, darunter Hausa und Französisch, die Amtssprache Nigers.[1] Bereits sehr jung als Journalistin tätig,[2] gilt Keïta als die erste Frau aus Niger, die diesen Beruf ausübte. Sie begann ihre Laufbahn als Redakteurin und Nachrichtensprecherin beim Radioprogramm Voix du Sahel der staatlichen Rundfunkanstalt ORTN.[3] Sie arbeitete auch als Tontechnikerin und Beleuchterin[4] und wurde schließlich Direktorin von Voix du Sahel.

Keïta beteiligte sich im Vorfeld der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen von 1993 an einer Kampagne zur Popularisierung der neuen, demokratischen Verfassung Nigers, die beim Verfassungsreferendum von 1992 angenommen worden war.[3] Sie machte sich einen Namen als Galionsfigur der entstehenden Zivilgesellschaft und leitete von 1993 bis 1994 das Kollektiv Démocratie, Liberté, Développement,[4] eine der ersten Nichtregierungsorganisationen des Landes.[3] Sie gründete 1994 die Coordination des organisations non gouvernementales et associations féminines nigériennes (CONGAFEN), den landesweit ersten Verband, dem nicht-staatliche Frauenorganisationen angehörten und dem sie bis 1997 als Präsidentin vorstand.[4] Von 2003 bis 2006 wirkte Mariama Keïta als Präsidentin der Medienregulierungsbehörde Conseil Supérieur de la Communication (CSC).[3] Zuletzt arbeitete sie als Kommunikationsberaterin. Sie war bis zu ihrem Tod Mitglied der nigrischen Sektion von Transparency International.[4]

Mariama Keïta hatte zwei Kinder und war dreimal verheiratet.[1] Sie starb nach einer langen Krankheit.[5]