Margarete Diepolt

Margarete Diepolt († 6. August 1629 in Erlenbach am Main) war ein Opfer der Hexenverfolgung im Kurfürstentum Mainz.

Gedenkkreuz in Erlenbach von 1678, gestiftet von Dieter Diepolt

Hexenprozess

Am 3. Juli 1629 wurde Margarete Diepolt aus Erlenbach am Main, die Ehefrau des Bauern und Winzers Dieter Diepolt, wegen zauberischer Beschuldigung verhaftet. Unter der Folter gestand sie die Vorwürfe, wie Teufelspakt, Teufelsbuhlschaft und Teilnahme am Hexensabbat. Sie wurde deshalb zum Tode verurteilt und am 6. August 1629 enthauptet und verbrannt.

Ihre Ehemann war mit dem Besitz von 31 Morgen Acker und Wiesen sowie 2 1/4 Morgen Weinberg ein begüterter Bauer. Nach der Hinrichtung seiner Frau musste er mit 53 Gulden für die Gerichtskosten aufkommen und für ihre Verpflegung sowie Unterkunft und Verpflegung des Scharfrichters Jörg Knapp über 15 Gulden bezahlen.

Erlenbach gehörte damals zum Amt Klingenberg und damit zum Kurfürstentum Mainz. Dort fanden unter Kurfürst Georg Friedrich von Greiffenclau von 1626 bis 1629 mindestens 768 Hinrichtungen vermeintlicher Hexen statt.