Leechen

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Der Begriff leechen (vom englischen leech, Blutegel, -sauger, übertragen: Schmarotzer) wird sehr oft in Bezug auf bestimmte Tauschbörsen-Benutzer (FTP-Server, Tauschbörsen) im Internet verwendet. Leecher sind in diesem Kontext Benutzer, die nur Daten herunterladen möchten und nicht bereit sind, eigene als Gegenleistung hochzuladen oder anderen Benutzern eigene Dateien zum Download zur Verfügung zu stellen (seeden – vom englischen seed, to seed: Saat, säen).

Das Leechen stellt dabei auch eine Gefahr für die Benutzbarkeit von Tauschbörsen dar. Sind nur wenige Nutzer bereit, ihre Daten und ihre Upload-Kapazitäten für andere Benutzer zur Verfügung zu stellen, so kann eine Tauschbörse nach derzeitiger Konstruktion nicht sinnvoll funktionieren.

Als Sauger wurden im Deutschen Nutzer von Mailboxen (BBS) bezeichnete, die selbst kaum Programme hochluden, sondern hauptsächlich die wenigen Telefonleitungen über die Maßen zum Herunterladen belegten. Die betraf vor allem die Verbreitung von Public Domain Software in den späten 1980er und frühen 1990er Jahren. Ein weiterer Ressourcenkonflikt betraf die zunehmende Nutzung der Bretter, in denen hauptsächlich Kommunikation in Textform stattfand, und persönliche Nachrichten (später E-Mail). Zum Austausch dieser Textnachrichten bedurfte es ebenfalls des Zugangs zu den knappen Telefonanschlüssen der Mailboxen. Beiden Konflikten wurde durch Sauger-Accounts oder festen Upload/Download-Ratios begegnet und war Bestandteil des Funktionsumfangs der Mailboxsoftware.[1]