Kriegsmarinedienststelle

Kriegsmarinedienststellen (KMD) waren Behörden der deutschen Kriegsmarine, die für die Bereitstellung von Hilfsschiffen, deren personelle Besetzung und für Seetransporte zuständig waren. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs bestanden vier Kriegsmarinedienststellen in Hamburg, Bremen, Stettin und Königsberg. Im Laufe des Krieges wurden weitere Kriegsmarinedienststellen im besetzten Ausland aufgestellt.[1]

Die Kriegsmarinedienststellen unterstanden truppendienstlich den regionalen Marinebefehlshabern, fachlich dem Oberkommando der Marine, Seekriegsleitung Abteilung Qu A VI (Schiffahrtsabteilung). Ihnen waren Zweigstellen in den größeren Seehäfen zugeordnet.[1]

Eine besondere Aufgabe der Kriegsmarinedienststellen war die Bereitstellung von Bord-Flakeinheiten für Hilfs- und Handelsschiffe. Die Marinebordflakabteilungen unterstanden zunächst dem Admiral der Kriegsmarinedienststelle Hamburg. Die im nördlichen Europa stationierten Abteilungen wurden im März 1943 zur Marinebordflakbrigade Nord zusammengefasst, deren Kommandeur zugleich Admiral der Kriegsmarinedienststelle Hamburg war.[2]