Kleingewerbe

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

Ein Kleingewerbe ist ein Unternehmen, das „nach Art oder Umfang einen in kaufmännischer Weise eingerichteten § 1 Abs. 2 Handelsgesetzbuch).[1]

Nur natürliche Personen und Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbRs) können Kleingewerbetreibende sein; andere Gesellschaften, die ein Gewerbe betreiben, sind immer § 6 HGB. Kleingewerbetreibende unterliegen nicht den HGB-Vorschriften, sondern für sie gelten die allgemeinen Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sowie die Steuervorschriften. Zudem werden Kleingewerbe nicht ins Handelsregister eingetragen.[2]

Buchführung, Steuer

Der Kleingewerbetreibende wird zwar als Unternehmer, aber nicht als Kaufmann betrachtet, weswegen viele Vorschriften des HGB auf ihn nicht anwendbar sind. So ist er zumindest handelsrechtlich nicht dazu verpflichtet, Bücher zu führen, und kann seinen Gewinn daher meist per § 141 Abgabenordnung (AO).

Des Weiteren kann er bei der Umsatzsteuer die Ist-Versteuerung wählen, wodurch die Fälligkeit der Umsatzsteuer auf den Voranmeldungszeitraum des Zahlungseingangs hinausgeschoben wird. Dies ist von Vorteil hinsichtlich der Liquidität, insbesondere bei säumigen Kunden, da der an das Finanzamt abzuführende Umsatzsteueranteil vom Unternehmer nicht bis zum tatsächlichen Zahlungseingang vorfinanziert werden muss.