Kirchenrecht

Kirchenrecht ist das selbst gesetzte Recht der Religionsgemeinschaften. Es regelt die Rechtsbeziehungen der Religionsangehörigen untereinander.

Davon zu unterscheiden ist das Staatskirchenrecht. Dabei handelt es sich im Gegensatz zum Kirchenrecht um – von der Warte der Religionsgemeinschaft her – fremd gesetztes Recht und regelt die Rechtsbeziehung der Religionsgemeinschaft zum Staat. Demgemäß beschränkt sich das Staatskirchenrecht entgegen dem Wortlaut nicht auf Kirchen, sondern erstreckt sich auf alle Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften im Geltungsbereich des jeweiligen Staatskirchenrechtes.

Sowohl zum Kirchenrecht wie zum Staatskirchenrecht gehören Staatskirchenverträge (Konkordate bzw. Kirchenverträge) bzw. analoge Vereinbarungen mit anderen Religionsgemeinschaften.