Jan-Hendrik Dietrich

Jan-Hendrik Dietrich (* 1976) ist ein deutscher Jurist und Hochschullehrer für Verwaltungsrecht, Staatsrecht und Sicherheitsverwaltungsrecht am Fachbereich Nachrichtendienste der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung.[1]

Leben

Dietrich studierte Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg und absolvierte seinen juristischen Vorbereitungsdienst im Bezirk des Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg. 2011 promovierte er an der Universität Hamburg mit einer Arbeit über „Landesverteidigung in den Grenzen der Umweltpflichtigkeit“ zum Dr. iur. Für diese Arbeit erhielt er den Biokratiepreis 2012.[2]

Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof erteilte Dietrich den Auftrag, ein Gutachten zur Frage der Strafbarkeit von Veröffentlichungen vertraulicher Unterlagen des Bundesamtes für Verfassungsschutz durch netzpolitik.org anzufertigen. Das Bundesministerium der Justiz veranlasste die Rücknahme dieses Auftrages. Die Kontroverse um den Sachverhalt führte im August 2015 zur Entlassung des Generalbundesanwaltes Harald Range.[3] Die wesentlichen Ergebnisse dieses Gutachtens veröffentlichte Dietrich 2016 in der Zeitschrift „Rechtswissenschaft“.[4]

Er ist Mitherausgeber der „Zeitschrift für das Gesamte Sicherheitsrecht“ (GSZ)[5] sowie der „Zeitschrift für Didaktik der Rechtswissenschaft“ (ZDRW).[6]

Seit 2018 ist er gemeinsam mit Uwe M. Borghoff Leiter des Centre for Intelligence and Security Studies (CISS) und des gemeinsam von der Hochschule des Bundes und der Universität der Bundeswehr München getragenen Studienganges „Master in Intelligence and Security Studies“ (MISS). Dies ist der bislang einzige auf Intelligence Studies spezialisierte Studiengang in Deutschland.[7]