Holzkragen

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Foto eines Mannes mit Holzkragen in Shanghai, John Thomson um 1870.

Der Holzkragen (kang, in westlichen Sprachen auch als Cangue bezeichnet) war eine Bestrafungsmethode in China, Korea und Japan.

Er bestand aus einem quadratischen Holzbrett mit einem kreisrunden Loch für den Hals in der Mitte. Der Holzkragen verfügte über ein Scharnier und einen Verschluss, der beide Hälften des Brettes zusammenhielt.

Der Holzkragen diente der Demütigung und Beschämung des Verurteilten. Dieser wurde (teilweise monatelang) öffentlich zur Schau gestellt. Der Betreffende konnte sein Gesicht nicht verbergen, sich nicht abwenden, nicht allein essen, sich nicht hinlegen und nicht rennen. Auch die Möglichkeit zur Flucht war damit eingeschränkt. Teilweise war der Holzkragen so eng, dass er das Atmen erschwerte.

Im 19. Jahrhundert wurde der Holzkragen zu einem weit verbreiteten Topos in der Wahrnehmung Chinas durch die westliche Welt. Er galt als Symbol für die Rückständigkeit und Grausamkeit des fernöstlichen Rechtssystems.[1]

Zitate

„… dass zwei Bannerbeamte, die sich an einer Baustelle am Gelben Fluss mehrmals um ihre Arbeit gedrückt hatten, zur Bestrafung mehrere Monate im schweren Holzkragen am Flussufer zur Schau gestellt werden sollten. In die chufen zeli wurde dieser Fall – als Präzedenzfall – unter der Kategorie „Zerstören der Deiche [durch Beamte]“ aufgenommen. Diese Bestrafung erfreute sich bald großer Beliebtheit und wurde bei Deichbrüchen häufig auf die verantwortlichen niedrigen Beamten und solche, die sich bei den Bauarbeiten zu bereichern suchten, angewendet. In einigen Fällen wurden auch die Generaldirektoren auf diese Weise bestraft, so z. B. der Generaldirektor für die Wasserwege in Henan und Shandong Wen Chong im Jahr DG21 (1841), der bei der Vorbereitung der Reparatur eines großen Deichbruches versagt hatte und drei Monate im schweren Holzkragen am Flussufer am Pranger stand, bevor er sich ins Exil nach Xinjiang begeben musste. Zwei Jahre später ereilte das gleiche Schicksal den Generaldirektor Hui Cheng, der für zwei Monate im Holzkragen am Flussufer stehen musste, als er einen Deichbruch in Henan nicht zu reparieren vermochte. Der Fall Hui Cheng macht auch deutlich, dass es sich bei dieser Maßnahme um eine außergewöhnliche Maßnahme handelte, die aus der Machtvollkommenheit des Kaisers entsprang und die er sich für Fälle vorbehielt, in denen er mit Leistungen seiner Bürokratie besonders unzufrieden war.“
Zitat aus: Der Gelbe Fluss in https://books.google.de/books?isbn=3447043377; Seite 158
„Es ist letztlich nicht möglich, zu beurteilen, inwieweit derartige Strafen die Disziplin innerhalb der Wasserwegeverwaltung verbesserten. Sicher ist aber, dass sie in den einschlägigen Regeln und Gesetzbüchern lediglich über eine ausgesprochen dünne Grundlage verfügten und im hohen Maße durch die Willkür des Hofes und des Kaisers bestimmt waren. Keineswegs nämlich wurden alle Generaldirektoren, in deren Jurisdiktionen sich Deichbrüche ereigneten, mit der entwürdigenden Strafe des Tragens des Holzkragens am Flussufer belegt.“
Zitat aus: Der Gelbe Fluss in Shandong (1851–1911): ...; https://books.google.de/books?isbn=3447043377; Seite 159