Hans Gmelin (Rechtswissenschaftler)

Hans Gmelin (* 13. August 1878 in Karlsruhe; † 14. Februar 1941 in Gießen) war ein deutscher Rechtswissenschaftler.

Gmelin, ein Schüler von Richard Schmidt, habilitierte sich 1906 an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, wurde dort 1912 außerordentlicher Professor, wechselte 1913 an die Christian-Albrechts-Universität Kiel und lehrte seit demselben Jahr an der Justus-Liebig-Universität Gießen Landesstaats- und Verwaltungsrecht sowie besonders intensiv ausländisches öffentliches Recht romanischer Länder. Er setzte sich für den Föderalismus ein und plädierte für die Erhaltung Preußens als Gliedstaat des Deutschen Reiches. Er veröffentlichte besonders im Jahrbuch des öffentlichen Rechts. Gmelin war Gründungsmitglied der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehrer.

Einer seiner akademischen Schüler war der spätere Bundesaußenminister Heinrich von Brentano.

Schriften

  • Studien zur spanischen Verfassungsgeschichte des neunzehnten Jahrhunderts, Enke, Stuttgart 1905 (zugleich: Universität Freiburg, jur. Diss., 1905).
  • Über den Umfang des königlichen Verordnungsrechts und das Recht zur Verhängung des Belagerungszustandes in Italien. Braunsche Hofbuchdruckerei, Karlsruhe 1907.
  • Die Verfassungsentwicklung von Algerien. Mit einem Anhang Gesetzestexte und Entwürfe. Friedrichsen, Hamburg 1911.
  • Denkschrift über die Amtssprache der Stadt Brüssel und der umliegenden Gemeinden, Staatsdruckerei, Brüssel 1918.
  • Warum ist der Reichsverfassungs-Entwurf für uns Süddeutsche unannehmbar? von Münchow, Gießen 1919.
  • Entspricht der zweite Reichsverfassungsentwurf unseren Erwartungen? Roth, Gießen 1919.
  • Einführung in das Reichsverfassungsrecht. Quelle u. Meyer, Leipzig 1929.
  • Politische Abhängigkeit von Staaten (= Sonderabdruck aus der Festgabe für Richard Schmidt zu seinem 70. Geburtstag 19. Januar 1932). Hirschfeld, Leipzig 1932.