Gutgläubiger Erwerb vom Nichtberechtigten

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Begründung: Fachlich z. T. grob falsch --Domitius Ulpianus (Diskussion) 12:52, 8. Dez. 2018 (CET)

Der gutgläubige Erwerb vom Nichtberechtigten ist eine zivilrechtliche Regelungsmaterie des Sachenrechts, die in zahlreichen Rechtsordnungen bekannt ist. Sie ist in §§ 932 bis 936 des § 366 des Handelsgesetzbuchs (HGB) geregelt.

Der gutgläubige Erwerb vom Nichtberechtigten geschieht durch Rechtsgeschäft im Sinne eines Verkehrsgeschäfts, bei dem Veräußerer und Erwerber wirtschaftlich personenverschieden sind. Er ermöglicht den Erwerb eines Rechts an einer Sache von einer Person, die weder Inhaber des Rechts ist noch mit Billigung des Inhabers handelt. Unter engen Voraussetzungen erkennt die Rechtsordnung einen derartigen Erwerbsvorgang an, wenn der Rechtsschein des Besitzes, beispielsweise die Besitzlage, die den Veräußerer als Berechtigten ausweist, vom Erwerber so wahrgenommen wird und dabei guten Glauben an das Eigentum und die Verfügungsbefugnis des Veräußerers hat. Rechtsschein können Besitz, der Erbschein oder ein Grundbucheintrag erzeugen. Uneingedenk des guten Glaubens darf die veräußerte Sache (nicht Geld oder Inhaberpapiere) nicht abhandengekommen sein, etwa durch Diebstahl, Verlust ohne Besitzübertragungswillen oder durch Veruntreuung seitens eines Besitzdieners.

Der gutgläubige Erwerb führt dazu, dass der wahre Inhaber sein Recht an der Sache verliert. Er erwirbt zur Kompensation Ausgleichsansprüche gegen den Nichtberechtigten. Rechtspolitisch schützt die Regelung das Rechtssystem vor massenhaften Rückabwicklungen.

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