Gnadenbrot (Tierhaltung)

Der Ausdruck „Gnadenbrot erteilen“ bezeichnet seit dem 18. Jahrhundert die Haltung eines alten, nicht mehr leistungsfähigen Pferdes. Aufgrund seiner bisherigen Lebensleistung wird ihm dennoch vom Besitzer Pflege und Versorgung im Alter bis zum Tode gewährt.[1] Viele Pferde erhalten ihr Gnadenbrot nicht an dem Ort, an dem sie gelebt und gearbeitet haben, sondern auf Höfen, die Altersweiden anbieten. Der Ausdruck wird verwendet, da Pferde, die nicht mehr arbeiten, mehr Zeit auf der Weide verbringen können.Es gibt auch andere Tiere, die das Gnadenbrot bekommen.

Pferde

Der Aufwand zur angemessen Unterbringung, Ernährung und medizinischen Versorgung ist für ein altes Pferd höher als für ein junges Pferd. Ein altes Pferd kann beispielsweise aufgrund von abgenutzten Zähnen nicht mehr richtig fressen, hat Arthrose oder Herzprobleme. Alte Pferde benötigen regelmäßige, an die Tagesform angepasste Bewegung, da sie schneller Muskulatur abbauen als junge Pferde.[2]