Global Compact on Refugees

Globaler Vertrag zu Flüchtlingen (englisch: Global Compact on Refugees) ist eine geplante internationale Vereinbarung, die 2018 mit dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen erarbeitet wurde, um eine künftig planbare, angemessene Lasten- und Verantwortungsverteilung in Flüchtlingsfragen unter allen Mitgliedern der Vereinten Nationen zu erreichen.

Hintergrund für die Vereinbarung sind stark gestiegene Flüchtlingszahlen und der damit einhergehende höhere Mittelbedarf des Flüchtlingshilfswerks, der in der Vergangenheit nicht immer gedeckt werden konnte. Das Hilfswerk beschreibt den Vertrag als "unpolitisch" und basierend auf den Grundsätzen des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge von 1951 und dem Protokoll von 1967. Wie der parallel entwickelte Global Compact for Safe, Orderly and Regular Migration, ist auch diese Vereinbarung rechtlich nicht bindend. [1]

Endgültiger Entwurf

Der endgültige Entwurf des Textes vom 26. Juni 2018 enthält eine Einleitung und ein Aktionsprogramm. Das Aktionsprogramm setzt sich aus zwei Teilen zusammen, die jeweils in drei Unterabschnitte gegliedert sind:[1]

  • Arrangements für die Verteilung von Lasten und Verantwortung (Unterpunkte 14–48)
  1. Globale Arrangements für internationale Kooperation
  2. Arrangements für Hilfen in einer spezifischen Flüchtlingssituation
  3. Schlüsselwerkzeuge für die effektive Verteilung von Lasten und Verantwortung
  • Bereiche mit Unterstützungsbedarf (Unterpunkte 49–100)
  1. Erfassung und Zugang
  2. Bedarf decken und Gemeinschaften unterstützen
  3. Lösungen