Fußstapfentheorie

Dieser Artikel bedarf einer Überarbeitung: Die Fußstapfentheorie ist nicht einfach gleichbedeutend mit "Gesamtrechtsnachfolge". Es geht wohl um die Frage, ob und wenn ja, inwieweit ein Rechtsnachfolger steuerlich zu behandeln ist wie der Rechtsvorgänger, d. h. der Rechtsnachfolger steuerlich "in die Fußstapfen" des Rechtsvorgängers tritt, etwa bei der Übertragung von Geschäftsanteilen. Die Frage wird in Finanzverwaltung und Rspr offenbar unterschiedlich beantwortet, vgl. Fußstapfentheorie mit Füßen getreten.
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Als Fußstapfentheorie wird in der Rechtsprechung und der steuerlichen Literatur das Recht des Erben, sich im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge auf steuerschuldausschließende oder -mindernde Umstände, die aus der Person des Rechtsvorgängers (Erblassers) resultieren, berufen zu dürfen.

Die Finanzgerichte und der Bundesfinanzhof vertreten partiell die Fußstapfentheorie.[1] Damit tritt der Erbe oder der Beschenkte in die „Fußstapfen“ des Rechtsvorgängers, so dass z. B. die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des Rechtsvorgängers fortgeführt werden. Ebenso tritt dies in Bezug auf die Absetzung für Abnutzung ein (§ 6 Abs. 3 EStG).

Grundsätzlich ist die Fußstapfentheorie auch im Gesellschaftsrecht, Umwandlungsrecht und Umwandlungssteuerrecht anwendbar.[2]

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Einzelnachweise

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