Frauenrechte in Belgien

Marguerite De Riemaecker-Legot, die erste Ministerin Belgiens (Familien- und Wohnungsbauministerin 1965 bis 1968)

Ende des 19. Jahrhunderts war die belgische Gesellschaft durch ein patriarchalisches System charakterisiert, in dem die naturgegebene Rolle der Frau angeblich die einer Ehefrau und Mutter war.[1] Die Frauen konzentrierten sich anfangs nicht auf die Durchsetzung des Frauenwahlrechts, sondern versuchten, Verbesserungen im Bildungssektor und bei den Bürgerrechten für Frauen zu erreichen. Das Frauenwahlrecht wurde erst 1948 eingeführt. Belgien schreibt jedoch seit 1994 als erstes Land Europas und als zweites Land weltweit Geschlechterquoten in der Politik gesetzlich vor und ist damit sehr erfolgreich.