Führerschein und Lenkberechtigung (Österreich)

Dieser Artikel behandelt die Sonderbestimmungen für den Führerschein und die mit diesem dokumentierte Lenkberechtigung[1] in Österreich. Österreich nutzt das EU-Recht mit folgenden ergänzenden Bestimmungen.

Österreichische EU-Führerscheinkarte
Rückseite

Außer den prinzipiellen Regelungen im Rahmen des Führerscheingesetzes (FSG) über die Klassen und Unterklassen der Lenkberechtigung ist in Österreich seit 1. Juli 2005 (7. Führerscheingesetz-Novelle) das Vormerksystem („Punkteführerschein“) in Kraft. Außerdem gibt es den Probeführerschein (§ 4 FSG, 8. Führerscheingesetz-Novelle), der für Fahranfänger auf drei Jahre (bei L17-Lenkern jedoch mindestens bis zum vollendeten 21. Lebensjahr) befristet besonders strenge Regelungen trifft.

Mit dem 19. Jänner 2013 wurde eine EU-Richtlinie umgesetzt, nach der der Führerschein nur mehr eine Gültigkeit von 15 Jahren hat und anschließend neu ausgestellt werden muss. Verpflichtende ärztliche Untersuchungen für die Neuausstellung des Führerscheindokuments sind nicht vorgesehen. Zweck ist nur die Erneuerung der Fotos, da auf diesen nach diesem Zeitraum die Person unter Umständen nicht mehr erkennbar ist.[2] Dadurch soll die Aktualität des Dokuments erhalten werden. Zusätzlich sollen neue Sicherheitsmerkmale die Fälschungssicherheit erhöhen.[3]

Die nachfolgenden Klassen sind rein nationale, das bedeutet, dass man im Ausland unter Umständen nicht mit solchen Fahrzeugen fahren darf. Die Genehmigung dafür ist von Gegenseitigkeitsabkommen zwischen den einzelnen Staaten abhängig.