European Public Sector Accounting Standards

Mit den European Public Sector Accounting Standards (EPSAS) sollen zukünftig die europaweit geltenden Rechnungslegungsstandards öffentlicher Einheiten (insbesondere Gebietskörperschaften) definiert werden.

Historie

Ausgangspunkt für die bisherigen Entwicklungen im Bereich der EPSAS war die EU-Richtlinie 2011/85/EU vom 8. November 2011.[1] Darin wurde die EU-Kommission aufgefordert, bis zum 31. Dezember 2012 eine Bewertung der Frage vorzunehmen, ob die internationalen Rechnungsführungsgrundsätze für den öffentlichen Sektor, die sog. International Public Sector Accounting Standards (IPSAS), für die Mitgliedstaaten geeignet sind.

Im Rahmen einer öffentlichen Konsultation über die Eignung der internationalen Rechnungslegungsstandards für den öffentlichen Sektor hat die EU-Kommission am 15. Februar 2012 ein Begleitdokument [2] von Eurostat veröffentlicht. Darin wird der Hintergrund dargestellt, vor dem die öffentliche Konsultation über die Bewertung der Eignung der IPSAS in den Mitgliedstaaten der EU durchgeführt wird.

In ihrem Bericht vom 6. März 2013 kommt die EU-Kommission zu dem Ergebnis, dass die IPSAS zwar in ihrer gegenwärtigen Form nicht ohne weiteres in den EU-Mitgliedstaaten eingeführt werden können, sie aber unstreitig einen Bezugsrahmen für eine mögliche harmonisierte Rechnungsführung des öffentlichen Sektors in der EU darstellen könnten.

Im Zuge einer weiteren öffentlichen Konsultation der EU-Kommission wurde am 25. November 2013 ein zweites Konsultationspapier [3] von Eurostat veröffentlicht, in dem erste Überlegungen zu Verwaltungsgrundsätzen und -strukturen künftiger EPSAS zur Diskussion gestellt werden. Nachfolgend ist die EPSAS-Verwaltungsstruktur abgebildet, wie sie mit der EPSAS-Rahmenverordnung errichtet werden soll:

EPSAS Verwaltungsstruktur