Europäisches Handelsvertreterrecht

Das Handelsvertreterrecht in Europa ist prinzipiell national geregelt. Für den Bereich der Warenhandelsvertreter strebt der Europäische Gesetzgeber, durch die Handelsvertreterrichtlinie 86/653/EWG[1], nach einer teilweisen Harmonisierung. Diese muss sodann von den einzelstaatlichen Gesetzgebern, im Rahmen der Auslegungsmöglichkeiten, in nationales Recht umgesetzt werden. Dabei steht es der nationalen Instanz frei, das eigene Handelsvertreterrecht neben der verpflichtenden Einführung für Warenhandelsvertreter weiter zu fassen und auch auf andere Bereiche auszudehnen. Die führt dazu, dass es zwar zu einer ähnlichen rechtlichen Situation der einzelstaatlichen Rechtsnormen kommt, jedoch zu keiner identischen. So ist es notwendig, sich – insbesondere im transnationalen Warenverkehr – mit den einzelnen nationalen Normen zum Handelsvertreterrecht vertraut zu machen.