Erhaltungsaufwand

Als Erhaltungsaufwand werden im Steuerrecht Aufwendungen für die laufende und vorbeugende Instandhaltung privater und betrieblicher Wirtschaftsgüter bezeichnet. Grundsätzlich ist von den Herstellungskosten zu differenzieren, was nicht eindeutig ist. Der Erhaltungsaufwand kann im betrieblichen Bereich bei der Einkünfteermittlung als Betriebsausgabe gewinnmindernd abgezogen und bei privaten Wirtschaftsgütern als Werbungskosten geltend gemacht werden.

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Deutschland

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Nach § 82b EStDV können größere Erhaltungsaufwendungen für nicht zu einem Betriebsvermögen gehörende Gebäude, die überwiegend Wohnzwecken dienen, auf zwei bis fünf Jahre gleichmäßig zu verteilen werden.

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 1a und § 9 Abs. 5 EStG können bei Baumaßnahmen, die nach dem 31. Dezember 2003 begonnen wurden, auch Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen, die innerhalb von zwei bis fünf Jahren nach Anschaffung eines Gebäudes durchgeführt werden, wenn diese 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen, geltend gemacht werden.

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