Elternassistenz

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Mit Elternassistenz werden in Deutschland Leistungen bezeichnet, die von einer Behinderung betroffene Eltern dabei unterstützen soll, ihre Kinder zu erziehen. Der Begriff wurde 2005 von Sozialverbänden in Anlehnung an die Persönliche Assistenz eingeführt und soll die bisherige Praxis ablösen, betroffene Kinder allein wegen der Behinderung ihrer Eltern in eine Pflegefamilie oder in ein Heim abzugeben, wie es mitunter heute noch z. B. bei blinden Eltern vorkommt.

Problematisch hierbei war, dass das deutsche Recht bis 2017 einen Anspruch auf Elternassistenz nicht kannte. Erst mit dem § 78 Abs. 3 SGB IX ein Anspruch auf Elternassistenz ausdrücklich gesetzlich geregelt. Vorher konnten Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen nur für die Überwindung eigener behinderungsbedingter Schwierigkeiten, nicht jedoch für die behinderungsbedingt notwendige Unterstützung bei der Erziehung der Kinder bewilligt werden. Zudem ist die Eingliederungshilfe auch weiterhin vom Einkommen und Vermögen der Antragsteller abhängig; Eltern, die zwar für sich selbst ein selbständiges Leben führen können, aber Unterstützung bei der Erziehung der Kinder benötigen, können dadurch allein durch die Geburt des Kindes die gesamte Familie in die Armut reißen.

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