Eduard Joseph Schmidtlein

Eduard Joseph Ritter von Schmidtlein (geboren 11. September 1798 als Eduard Joseph Schmidtlein in Würzburg, gestorben 26. Februar 1875 in München) war ein deutscher Jurist.

Leben

Eduard Schmidtlein wurde 1798 geboren. Sein Vater war der Jurist Philipp Joseph Schmidtlein, seine Mutter Juliane Dupertuis. Schmidtlein studierte in Würzburg, Berlin und Göttingen, wo er im Jahr 1822 promovierte [1]. In die Würzburger Studienjahre fällt eine Bekanntschaft mit dem Dichter von Platen, dessen Avancen Schmidtlein zurückwies[2].

Im Jahr 1823 wurde Eduard Schmidtlein zum außerordentlichen Professor an der Universität Landshut ernannt. Nachdem letztere 1826 nach München verlegt worden war, lehrte er dort bis 1835[1]. Von 1835 bis 1870 war er ordentlicher Professor der Rechte (Kriminal- und Kriminalprozessrecht) an der Universität Erlangen, der er zwischen 1836 und 1861 mehrfach als Prorektor diente[3].

Von 1852 bis 1864 war Eduard Schmidtlein mit kurzer Unterbrechung Präsident des Bezirkstages von Mittelfranken. Am 29. Mai 1862 erhielt er, wie zuvor sein Vater Philipp Joseph Schmidtlein, den mit dem persönlichen Adel verbundenen Verdienstorden der bayerischen Krone [4]. Nach seinem Ausscheiden aus dem Universitätsdienst kehrte er im Sommer 1870 nach München zurück, wo er am Wittelsbacherplatz 3 wohnte[5].

Eduard Schmidtlein war in erster Ehe mit Clara Göschen (1806–1840) verheiratet, Tochter des Rechtswissenschaftlers Johann Friedrich Ludwig Göschen (1778–1837). Dieser Ehe entstammt Adolf Schmidtlein, Großvater von Guadalupe Teresa Amor Schmidtlein. 1842 heiratete Eduard Schmidtlein Therese Müller (1815–1872), Tochter des preußischen Geheimen Kabinettsrats Carl Christian Müller. Dieser Ehe entstammen die Sängerin Marie Schmidtlein und der Arzt Carl Schmidtlein.