Diskussion:Alterseinkünftegesetz

Steuerpflichtiger Anteil einer Bestandsrente von bisher 27% auf nunmehr 50% erhöht: Mit welcher Berechtigung?

Eine Altersrente ab 65 setzt sich aus einem Kapitalanteil von 73% und einem Ertragsanteil von 27% zusammen. Bisher war allein der Ertragsanteil von 27% steuerpflichtig. Nun sind ab 2005 nicht mehr 27% sondern 50% der Rente steuerpflichtig. Das heißt, zusätzlich zu den 27% Ertragsanteil werden nun auch noch 23% des Kapitalanteils zur Einkommenssteuer herangezogen.

Der Kapitalanteil sind die eingezahlten Rentenversicherungsbeiträge. Diese sind im Brutto-lohn enthalten und wurden somit schon einmal versteuert. Warum wird nun auf 23% von den 73%ein zweites Mal Einkommenssteuer erhoben? Gilt der Grundsatz nicht mehr, dass dieselben Einkünfte nicht zweimal zur Einkommenssteuer herangezogen werden dürfen? (Der vorstehende, nicht signierte Beitrag stammt von 84.184.18.86 (Diskussion • Beiträge) 17:39, 5. Apr 2006) Forevermore 11:51, 9. Dez. 2007 (CET)

Die Antwort findet sich in diesem Urteil und zusammengefasst geht es darum, dass die Rentenzahlungen zum Teil aus Arbeitgeberleistungen zur Rentenversicherung bestehen, die bisher (also während der Einzahlungsphase) eben nicht besteuert wurden. (siehe auch: "Rentensteuer") --Omi´s Törtchen 20:09, 5. Apr 2006 (CEST)

Im Artikel ensteht der falsche Eindruck, die Vorsorge für die 1. und 2. Schicht werden steuerlich gleich behandelt. Das ist nicht so.

Nur für die 1. Schicht gilt: Die Vorsorge kann zu 60% als Sonderausgabe bis max. 20000 Euro mit den beschriebenen Übergangsfristen geltend gemacht werden.

Für die 2. Schicht gibt es neben der Steuerbegünstigung Förderzulagen.

Gem. § 10a Abs. 1 EStG können Altersvorsorgebeiträge (Riester-Rente)bis zu einer Höhe von maximal 525 Euro im Veranlagungszeitraum 2002/2003 1.050 Euro im Veranlagungszeitraum 2004/2005 1.575 Euro im Veranlagungszeitraum 2006/2007 2.100 Euro ab Veranlagungszeitraum 2008 (jeweils abzüglich Grund- und Kinderzulagen)

als Sonderausgaben von der Summe der Einkünfte abgezogen werden. Das FinAmt nimmt außerdem eine eine Günstigerprüfung mit der Sparzulage vor gem. § 83 EStG. (nicht signierter Beitrag von 46.115.22.97 (Diskussion) 15:51, 14. Okt. 2011 (CEST))