Christian Gottlob Richter

Christian Gottlob Richter (* 9. Juli 1745 in Lichtenstein; † 3. Mai 1791 in Leipzig) war ein deutscher Jurist, Hochschullehrer und Philologe.

Leben

Christian Gottlob Richter wurde als Sohn eines gräflichen Sekretärs geboren.

Er besuchte seit 1758 die Fürstenschule in Grimma beim damaligen Rektor Friedrich Immanuel Schwarz; dort wurde er in seiner weiteren Entwicklung durch den Konrektor Johann Tobias Krebs geprägt, der sein Interesse an der Alt-Philologie weckte.

Er begann 1764 ein Jura-Studium an der Universität Leipzig und hörte philosophische Vorlesungen bei Christian August Crusius, Johann Christian Gottlieb Ernesti und Johann Gottlob Böhme sowie juristische Vorlesungen bei Christian Heinrich Breuning und Johann Gottfried Sammet (1719–1796).

1769 wurde er Kandidat der Rechte und begann noch im gleichen Jahr als Privatdozent Vorlesungen an der juristischen Fakultät der Universität Leipzig zu halten. 1773 promovierte er zur juristischen Doktorwürde. Er erhielt erst 1783, nach dem Tod von Friedrich Gottlieb Zoller, eine außerordentliche Professur, die 1786 in eine ordentliche Professur verwandelt wurde. Zu weiteren Beförderungen kam es nicht, obwohl er die Berufungen der Universitäten in Duisburg und Königsberg ablehnte. Er hielt überwiegend Vorlesungen zu Natur- und Zivilrecht.

Einer seiner Schüler war der spätere Oberhofgerichtsrat und Kapitular des Hochstifts Merseburg Christian Gottlieb Haubold, dem er die Vorarbeiten zu noch nicht veröffentlichten Schriften sowie sonstige Papiere testamentarisch vermachte.