Chancenbericht

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Der Chancenbericht ist Teil der Berichterstattung (Lagebericht) von börsennotierten Unternehmen, die nach § 315 HGB der Pflicht zur Aufstellung eines Konzernlageberichts (im Rahmen des Konzernabschlusses).

Grundlegende Rechtsnorm für den Chancenbericht ist der Deutsche Rechnungslegungsstandard 20 (DRS 20) aus dem Jahr 2012 mit den Teilziffern 116ff.[1]

Der Chancenbericht soll es dem verständigen Adressaten ermöglichen, sich in Verbindung mit dem Konzernabschluss ein zutreffendes Bild von der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns und den mit ihr einhergehenden wesentlichen Chancen und Risiken zu machen.

Der DRS 20 enthält neben den Anforderungen an einen Chancenbericht auch die Anforderungen an den Prognose- und Risikobericht. Es wird in DRS 20 empfohlen, das dieser Standard auch auf die Berichterstattung nach § 289 HGB Lagebericht für Einzelunternehmen angewendet wird.

Die Risikoberichterstattung umfasst Angaben zu den einzelnen Risiken sowie eine zusammenfassende Darstellung der Risikolage und, sofern das Mutterunternehmen kapitalmarktorientiert ist, Angaben zum Risikomanagementsystem. Zu berichten ist über wesentliche Risiken, welche die Entscheidungen eines verständigen Adressaten des Konzernlageberichts beeinflussen können. Die dargestellten Risiken sind zu quantifizieren, wenn dies auch zur internen Steuerung erfolgt und die quantitativen Angaben für den verständigen Adressaten wesentlich sind. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Risikoberichts zu erhöhen, sind die einzelnen Risiken entweder in einer Rangfolge zu ordnen oder zu Kategorien gleichartiger Risiken zusammenzufassen. Chancen sind analog zu den Risiken zu behandeln.

Analog zum Risikobericht enthält der Chancenbericht die wesentlichen Informationen über die Chancenstrategie, den Chancenmanagementprozess, die unternehmerischen Suchfelder für Chancen und die Maßnahmen zur Entwicklung und Steuerung unternehmerischer Potentiale.[2]

Siehe auch