Besitzergreifung

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung: Quelle aus dem Jahr 1909, siehe Diskussion
Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Besitzergreifung (Erste Form) geschieht z. B. an Landstrecken entweder als völkerrechtliche Begründung der Gebietshoheit oder als kriegerische Maßregel. Der Anfang muss mit der Aufrichtung einer obrigkeitlichen Gewalt gemacht werden. Die Bewohner des durch Besitzergreifung erworbenen Gebietes werden ipso facto Angehörige des Staates, der die Besitzergreifung vollzieht.

Bei der zweiten Form der Besitzergreifung (occupatio bellica) gelten die besetzten Landesteile als im Kriegszustand, wobei die Regierungsrechte an den Befehlshaber der Okkupationstruppen übergehen.

Besitzergreifung kann zur völkerrechtlichen Gebietsabtretung führen. Dazu bedarf es einer Abtretung der Gebietshoheit durch den Vorbesitzer.

Occupatio im Zivilrecht

Auch im Zivilrecht gibt es den Begriff der Besitzergreifung oder occupatio. Mit dieser kann an herrenlosen Sachen durch die Ergreifung in Kombination mit dem Erwerbswillen Eigentum erworben werden.