Augenblicksversagen

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Von einem Augenblicksversagen spricht man, wenn ein ansonsten konzentriert agierender Mensch für eine sehr kurze Zeitspanne die im Verkehr erforderliche Sorgfalt unwillentlich außer Acht lässt. Bei Augenblicksversagen ist eine Ahndung wegen grob pflichtwidrigen Verhaltens ausgeschlossen.

Dieser von der deutschen höchstrichterlichen Rechtsprechung herausgebildete Rechtsbegriff spielt im Verkehrsrecht eine gewichtige Rolle, da etwa ein Fahrverbot wegen Geschwindigkeitsüberschreitung bei Augenblicksversagen nicht angeordnet werden kann.

In einem Team mit gegenseitigen Kontrollaufgaben kann Augenblicksversagen durch ständig wiederkehrende Tätigkeiten auftreten, bei denen die gegenseitige Kontrolle zur Routine wird (Überroutine bei einer bestimmten Tätigkeit / einem Verfahrensablauf etc.). Das gemeinsame Versagen ist daher nicht auf mangelnde Erfahrung zurückzuführen, sondern auf die immer wiederkehrende gleichförmige Routine.[1]