Arztanordnungsklausel

Die Arztanordnungsklausel ist ein Begriff aus dem Versicherungswesen, insbesondere der Berufsunfähigkeitsversicherung. Mit der Arztanordnungsklausel räumt der Versicherungsnehmer (VN) dem Versicherer das vertraglich vereinbarte Recht ein, den Besuch eines Arztes bzw. die Aufnahme von Heilbehandlungen und anderen Maßnahmen (ohne besondere Gefahren oder Schmerzen) anordnen zu können. Zu Maßnahmen dieser Art gehören beispielsweise das Tragen einer Sehhilfe, die Durchführung von Diäten oder der Suchtentzug.

Arztanordnungsklauseln sind oft ungenau definiert, weil die Versicherungsbedingungen von zumutbaren Heilbehandlungen und Maßnahmen sprechen. Diese Umstände führen immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen VN und der Versicherung, die bei einer Verletzung der Obliegenheitspflicht die Leistung verweigern bzw. kürzen kann.

In den letzten Jahren sind Versicherungen vermehrt dazu übergegangen, die Arztanordnungsklausel aus ihren Vertragsbedingungen zu streichen.