Anwesenheitsgesellschaft

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Als Anwesenheitsgesellschaft (englisch meist: face to face society) wird in den Sozialwissenschaften eine Gesellschaft bezeichnet, in der Kommunikation und rechtsgültiges Handeln wesentlich auf der physischen Präsenz der Beteiligten beruht. Die Entwicklung der Medien ist nicht das allein bestimmende Kriterium: Eine Gesellschaft mit hoch entwickelter Medientechnik kann aufgrund kultureller Faktoren trotzdem eine Anwesenheitsgesellschaft sein.

Begriffsgeschichte

Der Begriff erlangte im Zuge des Cultural Turn in der ersten Dekade des 21. Jahrhunderts zunehmende Verbreitung in den Bereichen Sozialgeschichte, Kulturgeschichte und Rechtsgeschichte. Wesentliche Beiträge zur Thematik hat unter anderem der in Konstanz lehrende Frühneuzeithistoriker Rudolf Schlögl geleistet. Neben den Sozialwissenschaften der Frühen Neuzeit wird vom Konzept Anwesenheitsgesellschaft auch in der Mediävistik Gebrauch gemacht.