Affäre Conti

Affäre Conti bezeichnet die in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) kriminalisierte Aufteilung der Deutschen Continental-Gas-Gesellschaft AG (Contigas, auch DCGG) mit Firmensitz in Dessau in ein Ost- und ein Westunternehmen und das Verschieben von Vermögenswerten im Wert von angeblich 98 Millionen Reichsmark aus der sowjetischen Besatzungszone nach Westdeutschland seit 1945.

Die Affäre Conti mündete im Dessauer Schauprozess vom April 1950 und dem Verhängen hoher Haftstrafen für die angeklagten Manager und Politiker. Dieser Schauprozess unter dem Vorsitz von Hilde Benjamin diente neben der Ablenkung von wirtschaftspolitischen Missständen auch als ein Instrument der SED zur Disziplinierung der Blockparteien und SED-Mitgliedern mit liberaleren Ansichten.